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Weltladen Alsfeld


FAQ´s zum "Weltladen Alsfeld" und zum " Fairen Handel"

Was ist der "Weltladen Alsfeld e. V."?

Das ist ein Verein, in dem sich ca. 50 engagierte Leute zusammengeschlossen haben, um fair gehandelte Produkte aus sogenannten "Entwicklungsländern" anzubieten und über die Herkunft der Produkte und die Lebensbedingungen in den Ländern zu informieren. Dazu betreibt der Verein einen Verkaufsladen in der Untergasse 5 in Alsfeld (Weltladen) und informiert die Öffentlichkeit, insbesondere Schüler, über das Leben in der sog. "3. Welt" (Info-Stelle "3. Welt"). Alle Vereinstätigkeiten sind ehrenamtlich.



Was kann ich im Weltladen alles kaufen?

Viele Produkte aus dem sog. Fairen Handel; insbesondere Kaffee, Tee, Kakao, Schokolade, Süßigkeiten, Lebensmittel (z. B. Reis, Quinoa, Orangensaft, Honig etc.), Kunsthandwerk, Kleidung, Körbe, Lederwaren, Spiele, Schmuck, Deko-Materialien, Musikinstrumente, Papier, Geschenke und vieles mehr aus aller Welt (aber eben immer fair gehandelt).

Was macht den fairen Handel fair?

Der gerechte Preis, der kein Almosen darstellt. Er garantiert, dass die Erzeuger/Anbauer des Produktes die Produktionskosten bezahlen können und darüber hinaus auch noch Geld für ein menschenwürdiges Dasein (Bildung, medizinische Versorgung, soziale Projekte etc.) übrig bleibt.

Wer profitiert vom fairen Handel?

Eigentlich jeder unmittelbar und mittelbar Beteiligte: Zunächst einmal der Kleinbauer/-produzent, der seine Lebensverhältnisse (und die seiner Familie) verbessern kann. Dann natürlich auch das soziale Umfeld: Die Überschüsse aus dem fairen Handel kommen auch den Dorfgemeinschaften bzw. den Kooperativen zugute (Verbesserung der Bildung, der medizinischen Versorgung, Aufbau von Vertriebsstrukturen etc.). Nicht zuletzt profitiert auch der Konsument der fair gehandelten Produkte: Er bekommt ein qualitativ hochwertiges Produkt, das zum Teil auch ökologisch bzw. umweltgerecht hergestellt wird. Das gefällt, schmeckt und gibt ein gutes Gefühl.

Wo kann man sonst noch fair shoppen?

Der Alsfelder Weltladen ist einer von ca. 800 Läden in Deutschland. Aber auch in manchen Naturkostläden und Supermärkten gibt es faire Produkte im Angebot. Nachschauen und nachfragen lohnt sich! Auch im Internet kann man inzwischen fair gehandelte Produkte online kaufen.

Wer kauft fair?

Der typische Einkäufer im Weltladen ist statistisch gesehen weiblich, zwischen 30 und 49 Jahre alt und lebt im Südwesten Deutschlands - so eine Umfrage von Emnid. Etwa 5,5 % aller Konsumenten kaufen regelmäßig fair ein; fast ein Viertel der Deutschen greift ab und zu bei Fairhandelsprodukten zu. Ein gutes Drittel kauft nie fair ein - vor allem aus Geldgründen und Gleichgültigkeit.

Weshalb sind fair gehandelte Produkte teurer als normal gehandelte?

Beim normalen Handel regelt der Weltmarkt den Preis. Doch hierbei kommen die Produzenten in den Entwicklungsländern viel zu kurz: Ihre Arbeitsbedingungen entsprechen oft moderner Sklaverei; sie bekommen für ihre Schwerstarbeit meist nur Hungerlöhne, haben keine Rechte, keine Entwicklungsmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven. Um überhaupt überleben zu können, ist Kinderarbeit und Raubbau an der Natur oft an der Tagesordnung. Außerdem setzt eine hohe Landflucht ein: Die Menschen suchen ihr Glück in den großen Städten, landen aber in der Regel in den Slums am Stadtrand und leben hier unter erbärmlichsten Bedingungen. Anders beim fairen Handel: Der Mehrpreis kommt den Produzenten, ihren Familien, ihrem Umfeld und der Umwelt zugute.

Ist fair gleich bio?

Nein, aber etwa die Hälfte der Fairhandelsprodukte haben auch ein Bio-Label. Oft sind faire Preise ein erster Schritt in eine umweltverträglichere und anschließend eventuell auch biologische Produktion.

Wer garantiert mir, dass mein Geld auch wirklich bei den Menschen in den Entwicklungsländern ankommt?

Die Fairhandelorganisationen wie GEPA, von der der Alsfelder Weltladen die meisten seiner Waren bezieht, haben Kriterien für den fairen Handel festgelegt. Sie garantieren, dass die höheren Preise auch wirklich bei den Produzenten ankommen, Aufschläge für Bioqualitäten oder umweltgerechtes Wirtschaften bezahlt werden, eine Beratung vor Ort stattfindet und vieles andere mehr. Außerdem gibt es für fair gehandelte Produkte ein Siegel: TransFair. TransFair ist ein gemeinnütziger Verein, der 1992 von angesehenen Institutionen aus den Bereichen Entwicklungspolitik, Kirche, Verbraucherschutz, Frauen, Bildung und Soziales gegründet wurde. TransFair handelt selbst nicht mit Waren, sondern überprüft im internationalen Verbund die Einhaltung der Fairtradekriterien und vergibt das Siegel für fairgehandelte Produkte.


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